Sonntag, 3. Dezember 2017

Frühling in der Sahara - spirituelle Reise "Ankommen im Unterwegssein"


Wenn die Wüste wieder zum Leben erwacht, der weiße Ginster blüht und der Saharaschmätzer zwitschernd seine Kreise zieht, die Nächte kürzer und die Tage wärmer werden, ist es ein unvergessliches Erlebnis, mit der Karawane durch die Dünen zu ziehen.



Die fast noch unberührte Natur, der grandiose Sternenhimmel und die unsagbar tiefe  Stille, die nur vom Lied des Windes oder dem Wiederkäuen unserer nimmersatten Dromedare unterbrochen wird: all das ist einzigartig.

Diese Landschaft mit ihrer weglosen Weite eignet sich wunderbar, um Naturzeremonien und schamanische Rituale zu erleben, die uns mit Himmel und Erde und unserem eigenen Herz verbinden. 

Das mag Dir übertrieben erscheinen, ist es nach meiner Erfahrung von 20 Touren in 8 Wüstenjahren ganz und gar nicht. Deshalb stelle ich unsere nächste Expedition unter das Motto „Ankommen im Unterwegssein“. Ganz praktisch, weil wir mit unserer Karawane jeden Tag neu aufbrechen, aber auch bildlich. Ist denn nicht unser ganzes Leben eine einzige große Reise?


Bei unserer spirituellen Wüstenreise biete ich folgende Auswahl an „Werkzeugen“ für Natur- und Selbsterfahrung:

Krafttierreise mit Trommel und Rassel 
 
Krafttiertanz 
 
"Blindenführung" zu zweit in den Dünen - als Wahrnehmungsübung
 
Sandbad - Eintauchen bis zur Nase ins frisch gebuddelte Sandbett 
 
Tarot der Medizinfrau - Karten als Impulse für den Tag

Pfeifenritual nach indianischer Tradition
 
Ahnenzeremonie im eigenen Steinkreis
 
Herzgespräche mit dem Sprechstab und Räucherung

 Teilnahme optional und völlig freigestellt: Neulinge können in diese spirituelle Welt hereinschnuppern, KennerInnen ihr schamanisches Wissen vertiefen und alle sind eingeladen, neue Erfahrungen zu machen.

Kameltrekking und Wüstenwandern, Saharatour mit Beduinen aus Douz, Natur und Nomadenkultur in Tunesien.

Samstag, 2. Dezember 2017

Fantastische Wüstenschiffe



Unsere 11. Tour mit den fantastischen Wüstenschiffen und sonnigem Novemberwetter in den Dünen ist glücklich zu Ende gegangen. Unsere 12. Tour in die tunesische Sahara startet am 24. März 2018. Vier Reisende haben ihr Reitkamel zu unserer Frühjahrskarawane schon reserviert...

Weißt Du eigentlich, warum die Kamele oft hochnäsig wirken? Sie tragen die Nase ja wirklich schon um einen Meter höher als wir Menschen, die nur 99 Namen Allahs kennen. Die Beduinen sagen aber, dass ausgerechnet die Kamele das Geheimnis seines 100. Namen kennen, aber niemandem verraten. Voilà....

Mittwoch, 30. August 2017

Last Call für unsere Herbstkarawane!


Sicherheit in Tunesien

Weil die Sicherheitsfrage immer wieder auftaucht, hier unsere aktuellen Infos:

Vorbehalte gegen Reisen nach Tunesien sind seit der arabischen Revolution 2011 ein Dauerthema. Zwei Attentate auf Touristen in Tunis und am Badeort Sousse 2015 sowie soziale Unruhen haben viele aufgeschreckt. 

Das
 Auswärtige Amt gibt Reisehinweise zu Wüstentouren, die  sich dramatisch lesen. Es ist aber keine Reisewarnung, die rechtlich relevant wäre. Andere Länder wie Frankreich oder Großbritannien (Juli 2017) haben Reisehinweise zu Tunesien deutlich abgemildert, weil das wohl demokratischste Land der arabischen Welt große Anstrengungen in punkto Sicherheit macht. Auch mit Hilfe des deutschen Verteidigungsministeriums und der USA wurde die Grenze zu Libyen auf einer Länge von 300 Kilometern mit Wällen, Wassergräben und elektronischer Aufrüstung seit 2016 verstärkt, die Touristenpolizei wurde aufgestockt und das Militär fortgebildet.




Auf unseren Wüstentouren bewegen wir uns ziemlich exakt auf der Linie vom Städtchen Douz in die Oase Ksar Ghilane, die Linie die das Auswärtige Amt beschreibt und nicht südlich davon. Eine andere Tourvariante zu den Marabouts kreist ca 30 Kilometer südöstlich von Douz, eine Entfernung, die im Notfall per Jeep in gut zwei Stunden erreichbar ist. 

Das tunesische Fremdenverkehrsamt in Frankfurt bestätigt die Aussagen der einheimischen Beduinen, dass es in Tunesien seit Jahrzehnten keine Entführung von Touristen gegeben hat.



Alle unsere Wüstentouren sind mit Namen und Passnummern der Reisenden polizeilich gemeldet und wir erleben tatsächlich auch Kontrollen und Patrouillen im scheinbar menschenleeren Gelände, da es eine Militärstation im nahegelegenen Nationalpark gibt. Bei meinen bisher 15 Touren seit Dezember 2009 gab es nicht eine einzige kritische Situation und dank einheimischer und ortskundiger Wüstenführer, zu denen auch mein Mann Mounir Debayer zählt, fühle ich mich sehr sicher und geborgen.

Die großen Touristenzentren in Douz und auch auf Djerba meiden wir so gut wie möglich, der Flughafen Djerba ist militärisch bewacht ebenso wie die großen Straßenkreuzungen. Libyen ist über Landstraße ca 300 Kilometer entfernt, Algerien ca 170 km. 

Übrigens wandern und reiten wir im gemächlichen Schritttempo durch die Wüste, eine weglose Landschaft, der Weg entsteht im Gehen und unsere Lagerplätze sind bestimmte Hügel, Brunnen oder Dünen, die Einheimischen und der Ortspolizei unter bestimmten Namen bekannt sind, die wir bei der Anmeldung der Tour angeben müssen. Es ist gerade der Charme einer Wüstentour, ohne Wegweiser durch eine fast unberührte Natur zu ziehen.

Unser Fazit: Die Terrorgefahr ist speziell wegen der Nähe zu Libyen nicht von der Hand zu weisen. Daher sind wir so umsichtig wie nur möglich, tätigen die polizeiliche Anmeldung über die örtliche Reiseagentur sehr genau und meiden große Menschenansammlungen wie empfohlen. Zur Sicherheit können wir uns auch vor jeder Reise in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes eintragen, um über aktuelle Entwicklungen per Handy informiert zu werden. 

Und wie sicher sind wir denn in Berlin, Paris oder Barcelona? Und lauert nicht die größte Gefahr alltäglich auf unseren Straßen?  In der Bundesrepublik zählen wir pro Jahr mehr als 3.000 Verkehrstote und weltweit rund eine Million!

Übrigens: Eine Auslandskrankenversicherung ist für die Reise Pflicht, unsere deutsche gilt nämlich nur sehr bedingt. Impfungen sind keine vorgeschrieben, Schutz gegen Tetanus und Hepatitis A können hilfreich sein, waren aber bisher nie nötig.

Stand vom August 2017

Donnerstag, 15. Juni 2017

Neue Reise zum alten Preis


Mittwoch, 10. Mai 2017

Wasser in der Wüste


Regen als exotisches Ereignis

Bei unserem Ostertrekking in der tunesischen Sahara haben wir die gewaltige Kraft des Wassers erleben dürfen, Spuren einer Überschwemmung und kleine Seen zwischen den Dünen von Ksar Ghilane. 




Ein Ereignis, wie es in der Wüste nur alle paar Jahrzehnte vorkommt. Die Menschen in der vom Wasser eingeschlossenen Oase mussten mit Militärtrucks evakuiert werden und nach drei Tagen war das Hochwasser abgeflossen. Ein Schwebebad in der heißen Thermalquelle von Ksar Ghilane war wieder mal ein Hochgenuss und wir konnten den Sand aus unseren Poren waschen.