Reiseziel

   

In der Sahara im Süden Tunesiens 
     die Weite der Wüste erleben,
  dem Wesentlichen  auf der Spur...
                                      
Ein Meer von Dünen südlich der tunesischen Oasenstadt DOUZ, dem Tor der Sahara, lädt uns ein, zu Fuß und auf Kamelen die Langsamkeit wieder zu entdecken. Unterwegs mit der Karawane geführt von Männern der Wüste, geborgen am Lagerfeuer und allein den Sternen ganz nah. Reden und schweigen, singen und lachen.

Eine geniale Gelegenheit, innezuhalten, sich und anderen in der Natur neu zu begegnen. Während wir in den Vormittagsstunden mit der Karawane durch die weglose Weite ziehen, haben wir nachmittags oder abends Zeit für eine Naturzeremonie, die ich als erprobte Wüstenbegleiterin  anleite und begleite.  Der mal sanfte, mal stürmische Wüstenwind pustet den Kopf frei und macht uns offen für herzliche Begegnungen  - auch mit uns selbst.

So wird das Unterwegssein in der magischen Landschaft zur doppelten Reise: innen wie außen. Denn hier, wo alles an unsere eigene Natürlichkeit erinnert, fällt es uns leicht, in die Stille des Herzens einzutauchen. Sagen doch die Beduinen, dass Gott aus der Wüste alles Überflüssige entfernt hat!

Dennoch ist die Wüste ist überhaupt nicht öd und leer oder sterbenslangweilig, im Gegenteil. Ohne Auto, Handy und Fernsehen, ohne Licht- und Luftverschmutzung können wir wieder aufatmen, uns  vom durchgeplanten, getakteten, gestressten Alltag erholen, uns eine Auszeit gönnen. 

Eintauchen in die Stille des Herzens - 
dem Wesentlichen auf der Spur.

Und wer Lust hat, möge sich jetzt vorstellen, schon in der Wüste zu SEIN.


Lausch deinem Atem, er strömt ein und aus wie die Wellen des Meeres. Hör die sanften Klänge des Windes. Du spürst die Kraft der Sonne auf der Haut, sie hüllt dich ein wie ein warmer Mantel. Dein einhöckriges Kamel (deswegen heißt es auch richtig Dromedar) schaukelt dich leicht  nach links und rechts, ganz gemächlich und beharrlich, du schwingst mit den Hüften mit, ganz locker und leicht, links und rechts. Im Schritttempo zieht die Karawane durch die rötlich leuchtende Sanddüne, höher und höher und immer tiefer sinkt man bei jedem Schritt. Über dir strahlt der hellblaue Himmel, kein Wölkchen, Himmelblau und Sand so weit das Auge reicht... 

Vor dir ein Dromedar, hinter dir ein Dromedar und noch eins und noch eins. Manchmal hörst du wie ein Kameltreiber mit der Zunge schnalzt, weil sein Tier an einem saftigen Busch fressend hängenbleiben will. Am Kamm einer hohen Düne taucht plötzlich ein einsamer Hirte auf, seine Kamelstutenherde grast weit verstreut im Tal mit der Piste und ihren halbverwehten Reifenspuren. Er singt und pfeift eine melancholische Melodie, die   noch lange nachklingt, während du mit deiner Karawane weiter und weiter ziehst, getragen und träumend...

Drei der häufig gestellten Fragen:

1. Kameltrekking durch die Sahara klingt verlockend, aber wo bette ich mein müdes Haupt ?

Es gibt kein 3- , 4- oder ***** Sternehotel, wir nächtigen unterm Himmelszeit mit Tausenden von Sternen, die uns ohne die Nähe von lichtverschmutzenden Städten greifbar nah erscheinen. Eines der Lastkamele trägt ein ganzes Bündel von Schaumstoffmatratzen, damit wir uns doch weich betten können. Ein guter Schlafsack ist zu empfehlen, keine Daunen, da die in der Feuchtigkeit verklumpen. Die Nächte können schon kalt werden, bis 5 Grad etwa, tagsüber ist es dafür nicht so heiß ca 25 Grad und fast immer weht ein laues Lüftchen. Und wer Lust hat, kann auch sein Zeltchen mitnehmen...

2. Ist Kamelreiten überhaupt bequem, tut mir da nicht mein "verlängerter Rücken" sauweh?

Es gibt spezielle, schöne Holzsattel mit Griff zum Festhalten, die noch mit Decken weich gepolstert werden, so dass wir wirklich  bequem reiten können. Das Auf- und Absteigen ist ein bisschen holprig und ruckartig, wenn die Tiere in die Knie gehen etwa, aber ansonsten ist der schaukelnde Passgang der Dromedare eher gemütlich und entspannend. Sicher geführt von Kameltreibern, kann man sich dem Schauen und Träumen hingeben. Reiten und Fußwanderungen wechseln sich wohltuend ab.

3. Gibt es überhaupt genug Wasser, muss ich dürsten ?

Niemand muss dürsten, die Wüstenmänner nehmen genug Wasserkanister zum Kochen mit und stilles Mineralwasser in Plastikflaschen als Trinkwasser für uns. Duschen und Haarewaschen ist nicht vorgesehen, es sei denn man kommt an einem der solarbetriebenen Nomadenbrunnen vorbei, was ein Freudenfest für Mensch und Tier ist. Aber "Katzenwäsche" ist immer möglich, außerdem wird die Haut vom Wind sanft sandgestrahlt, das 24-Stunden-Peeling könnte man gar als Verjüngungskur vermarkten.
Die Karawanenführer in Douz erzählen sich gern, dass man in der Wüste zwei Mal weint. Das erste Mal bei der Ankunft, wenn man die Kargheit sieht, und das zweite Mal, wenn man der Wüste und der Karawane adieu sagen muss.

 Einfachheit, Stille und gemächliches Tempo als echter  Luxus !







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